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Die
Entwicklung der Haartransplantation
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Der Gedanke, eigenes Haar zu verpflanzen, ist nicht
neu.
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Bereits 1914 berichtete der deutsche Augenarzt KRUSIUS
über das Einpflanzen von Haarwurzeln in das Augenlid.
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1939 beschrieb OKUDA die Verpflanzung von Haarinseln.
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1959 nahm ORENTREICH die Methode auf und setzte sie
bei der Behandlung des typisch männlichen Haarausfalls ein. Er
wies nach, daß die verpflanzten Haarwurzeln zeitlebens an ihrem
neuen Ort Haarwuchs produzieren und prägte den Begriff der "Spenderdominanz".
Die Eigenhaartransplantation ist also schon seit vielen Jahren eine
wissenschaftlich anerkannte Methode. Bis in die 80iger Jahre wurde
die sogenannte OKUDA-ORENTREICH-Methode verschiedentlich angewandt,
indem Haarwurzeln enthaltene Hautinseln von 3-4,5 mm Durchmesser auf
kahle Stellen transplantiert wurden. Der Nachteil dieser Methode war
der mehr oder weniger deutlich sichtbare Büscheleffekts (Puppenkopfeffekt),
durch die Größe der Hautinseln bedingt.
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Wegen dieses Büscheleffekts versuchten NORDSTRÖM
1981 und MARITT 1984 die Präparation von kleinen Transplantaten
oder Einzelhaaren, die sie zur Verfeinerung der Haarlinie einsetzten.
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Der deutsche Arzt Manfred LUCAS beschrieb den flächendeckenden
Einsatz von kleinen Hauteinheiten mit 1-7 Haarwurzeln beim männlichen
Haarausfall. Diese nannte man Mini- und Mikrografts. Je nach Haarfarbe
und Haardicke resultierte im Haaransatzbereich bei einigen Patienten
ein immer noch strähniges Aussehen.
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Eine weitere Verfeinerung in den 90iger Jahren erfolgte
durch BERNSTEIN und Mitarbeiter. Sie erkannten, daß die Haarwurzeln
in kleinen Grüppchen mit 1-5 Haaren am Hinterkopf wachsen und
nannten diese Gruppen "follikuläre Einheiten".
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NEIDEL und Mitarbeiter publizierten eine Methode dieser
Haarwurzelgruppen, die Trichodensitometrie. Damit wurde es möglich,
die Haardichte zu berechnen und nur soviel Haarwurzeln zu verpflanzen,
wie benötigt werden.
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Auch können mit der Methode Hochrechnungen durchgeführt
werden, die die Zahl der angewachsenen Transplantate nach einer Haartransplantation
bestimmen. Durch moderne Präparationsmöglichkeiten und eine
standardisierte Teamarbeit ist es möglich, follokuläre Einheiten
bis hin zum Einzelhaar zu verpflanzen und so ein absolut natürliches
Resultat zu erreichen, welches höchsten ästhetischen Ansprüchen
genügt. Die Zahl der Transplantate variiert je nach Erfordernissen
von mehreren hundert bis über tausend oder in speziellen Fällen
über zweitausend.
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Literaturhinweis beim Verfasser.
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Beratungstelefon: 02104/955 939
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